Die ADAC RAVENOL 24h Nürburgring Qualifiers am vergangenen Wochenende waren für mich ein sehr intensives und zugleich emotionales Erlebnis. Zwei Rennen über jeweils vier Stunden standen auf dem Programm – doch bereits der Samstag verlief anders als erwartet.
Das erste Rennen am Samstagabend, das bis in die Dunkelheit führen sollte, wurde nach nur wenigen Runden aufgrund eines schweren Unfalls abgebrochen und nicht neu gestartet. Die Stimmung im Fahrerlager war entsprechend gedrückt, und der Fokus lag in diesem Moment nicht mehr auf dem Sport.

Am Sonntag ging es unter schwierigen Bedingungen weiter. Das Qualifying fand auf nasser Strecke statt, dennoch konnten wir erstmals in dieser Saison die Pole-Position in der Klasse erzielen.
Im Rennen entwickelte sich direkt zu Beginn ein enger Zweikampf an der Spitze. Ich konnte das Auto in Führung übernehmen und mich anschließend darauf konzentrieren, konstante und saubere Rundenzeiten zu fahren – gerade im dichten Verkehr mit schnelleren Fahrzeugen eine echte Herausforderung.
Zwei Runden vor Ende meines Stints hatte ich plötzlich ein ungewöhnliches Gefühl an der Vorderachse, das zunächst auf ein mögliches Problem hindeutete. Nach einem kurzen Boxencheck gab es jedoch Entwarnung, und wir konnten das Rennen ohne Einschränkungen fortsetzen.

Am Ende wurden wir mit dem Klassensieg belohnt und konnten wichtige Punkte für die Meisterschaft mitnehmen.
Unter den besonderen Umständen dieses Wochenendes bedeutet mir dieses Ergebnis sehr viel. Es zeigt, wie wichtig es ist, als Team geschlossen zu arbeiten und auch in schwierigen Situationen fokussiert zu bleiben.
